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In unserer kinderorthopädischen Abteilung bieten wir eine umfassende Betreuung für Kinder mit Hüftdysplasie an. Die Hüftdysplasie ist eine Entwicklungsstörung des Hüftgelenks, bei der die Hüftpfanne nicht ausreichend ausgebildet ist. Dadurch sitzt der Oberschenkelkopf nicht stabil in der Pfanne, was zu Instabilität oder sogar Ausrenkung (Luxation) führen kann.

Unbehandelt kann dies später zu Schmerzen, Gangstörungen und frühzeitiger Arthrose führen. Unser Ziel ist es, durch frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Therapien die bestmögliche Entwicklung der Hüftgelenke zu fördern und langfristige Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Ursachen und Risikofaktoren

Hüftdysplasien können angeboren sein oder sich in den ersten Lebensmonaten entwickeln. Risikofaktoren sind unter anderem:

  • Beckenendlage des Kindes während der Schwangerschaft
  • Familiäre Vorbelastung
  • Weibliches Geschlecht (Mädchen sind häufiger betroffen)
  • Neurologische Grunderkrankungen wie Zerebralparese oder Spina bifid

Diagnostik

Die frühzeitige Erkennung einer Hüftdysplasie ist entscheidend. In Deutschland erfolgt standardmäßig eine Ultraschalluntersuchung der Hüften (Hüftsonographie) im Rahmen der U3-Vorsorgeuntersuchung zwischen der 4. und 5. Lebenswoche. Bei auffälligen Befunden oder Risikofaktoren führen wir weiterführende Diagnostik durch, um den Schweregrad der Dysplasie zu bestimmen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie richtet sich nach Deinem Alter und dem Schweregrad der Hüftdysplasie.

Konservative Behandlung

Bei leichteren Formen ist eine konservative Therapie meist ausreichend:

  • Spreizhosen oder Schienen: Zum Beispiel die Tübinger Hüftbeugeschiene oder Pavlik-Bandage, die das Hüftgelenk in einer optimalen Position halten.
  • Physiotherapie: Zur Förderung der Muskelentwicklung und Beweglichkeit.
  • Regelmäßige Kontrollen: Zur Überwachung des Therapieerfolgs mittels Ultraschall oder Röntgen.

Operative Behandlung

Bei ausgeprägten Dysplasien oder wenn konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann eine Operation notwendig sein:

  • Offene Reposition: Operative Einstellung des Hüftkopfes in die Pfanne.
  • Beckenosteotomie: Chirurgische Umformung der Hüftpfanne, z. B. nach Salter oder Triple-Osteotomie.
  • Femurosteotomie: Korrektur des Oberschenkelknochens zur besseren Zentrierung des Hüftkopfes.

Zusammenhang mit neurologischen Grunderkrankungen

Kinder mit neurologischen Erkrankungen wie Zerebralparese oder Spina bifida haben ein erhöhtes Risiko für Hüftdysplasien. In solchen Fällen ist eine interdisziplinäre Betreuung wichtig, um sowohl die neurologischen als auch die orthopädischen Aspekte der Erkrankung zu berücksichtigen.

Weitere orthopädische Aspekte

Neben der Hüftdysplasie behandeln wir auch andere orthopädische Probleme, die bei Kindern mit neurologischen Grunderkrankungen auftreten können:

  • Fußfehlstellungen: Wie Spitzfuß oder Klumpfuß.
  • Beinachsfehlstellungen: X- oder O-Beine.
  • Wirbelsäulendeformitäten: Wie Skoliose.
  • Ortheseversorgung: Anpassung von Hilfsmitteln zur Unterstützung der Mobilität.

Unsere Spezialsprechstunde

In unserer Spezialsprechstunde für Hüftdysplasie bieten wir:

  • Individuelle Beratung und Betreuung
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Neuropädiatern, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern
  • Modernste Diagnostik und Therapie nach aktuellen medizinischen Standards

Unser erfahrenes Team begleitet Dich von der Diagnose bis zur vollständigen Behandlung und steht Deinen Eltern und Dir bei allen Fragen zur Seite.

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