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30 Jahre Perinatalzentrum Altona: Das PNZ gestern und heute

08.05.2026

30 Jahre Perinatalzentrum Altona: Das PNZ gestern und heute

Hamburg, 08.05.2026 – Das Perinatalzentrum (PNZ) Altona feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. In drei Jahrzehnten hat sich die Versorgung von Früh- und Neugeborenen stark verändert – medizinisch, technisch und auch in der Zusammenarbeit mit Familien. Was damals mit jährlich rund 2.000 Geburten begann, hat sich bis heute zu einem Zentrum entwickelt, in dem jährlich etwa 3.000 Kinder, darunter über 70 Mehrlingsgeburten, zur Welt kommen. In diesem besonderen Jubiläumsjahr rechnet das PNZ Altona mit der 80 000sten  Geburt. Eine eindrucksvolle Zahl! Damit könnten wir das Volksparkstadion und das Millerntor-Stadion gleichzeitig füllen…

Mit dieser Entwicklung sind auch Mitarbeitende gewachsen, die das PNZ über viele Jahre geprägt haben. Zwei von ihnen sind Petra Santore und Britta Hohenschild, die beide seit den Anfangsjahren dabei sind – und sich noch gut an ihre ersten Tage erinnern. „Ich bin eine AKK-Pflanze – ich habe hier vor über 40 Jahren meine Ausbildung gemacht“, erzählt Petra. „Es gibt herausfordernde, aber auch wunderschöne und unvergessliche Zeiten – Höhen und Tiefen. Ich möchte es definitiv nicht missen, hier zu arbeiten.“

Ein Bereich, der sich besonders verändert hat, ist die medizinische Versorgung der Frühgeborenen. Neue technische Möglichkeiten und gewachsene Erfahrung haben zu einer deutlich schonenderen Behandlung geführt. „Technisch hat sich viel verändert“, sagt Britta. „Wir greifen heute viel weniger ein und trauen den Frühgeborenen mehr zu. Die Erstversorgung ist sanfter geworden.“ Auch organisatorisch hat sich der Alltag im PNZ gewandelt. Früher mussten Frühgeborene häufiger zwischen verschiedenen Einrichtungen transportiert werden, heute gibt es eine Wand-zur-Wand-Versorgung. Die Geburtshilfe der Asklepios Klinik Altona sowie die Früh- und Neugeborenenstation des Altonaer Kinderkrankenhauses im PNZ Altona arbeiten eng zusammen. „Der sanfte Start ins Leben steht bei uns im Fokus: Beatmungstechniken werden so schonend wie möglich eingesetzt. Und idealerweise wird das Kind erst abgenabelt, wenn die Atmung eingesetzt hat“, so PD Dr. Martin Blohm, Leitender Arzt der Neonatologie und Intensivmedizin im AKK.

Doch nicht nur die Technik und die Behandlungsmethoden haben sich mit der Zeit und wissenschaftlichen Erkenntnissen gewandelt, auch die Rolle der Eltern selbst hat sich verändert. „Eltern sind bei uns keine Besucher, sie sind Teil des Teams. Es ist uns total wichtig, sie von Anfang an einzubeziehen und ihnen Ängste zu nehmen“, erklärt Britta. Während sie früher stärker im Hintergrund standen, sind sie heute ein zentraler Teil der Versorgung. „Elternarbeit ist meine allergrößte Liebe“, sagt die Kinderkrankenschwester Petra. Und Britta ergänzt: „Ich finde es sehr wichtig, dass die Eltern heute viel stärker einbezogen – zum Beispiel durch das Känguruhen. Diese Nähe ist für die Kinder und ihre Entwicklung sehr wichtig.“

Auch die räumlichen Bedingungen haben sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Heute stehen überwiegend Einbettzimmer zur Verfügung, die Eltern und Kindern mehr Ruhe und Privatsphäre bieten. Bei allen Veränderungen ist ein Aspekt über die Jahrzehnte gleichgeblieben: die Zusammenarbeit im Team. „Teamarbeit war hier schon immer wichtig“, betonen Petra und Britta. „Wir achten aufeinander und unterstützen uns.“

Nach 30 Jahren steht das PNZ Altona für eine kontinuierliche Weiterentwicklung in der Versorgung von Früh- und Neugeborenen – getragen von medizinischem Fortschritt, Erfahrung und dem Engagement vieler Mitarbeitender. Mit diesem Fundament blickt das Team auch in Zukunft auf seine Aufgabe: Familien in einer besonderen Lebenssituation kompetent zu begleiten und den jüngsten Patientinnen und Patienten einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Für uns stehen die Frauen und ihre Wünsche rund um die Geburt im Mittelpunkt. Das bedeutet, unsere Begleitung reicht von einer interventionsarmen Spontangeburt bis hin zur jetzt neu implementierten Kaisergeburt im OP-Saal. Unseren Weg zum babyfreundlich-zertifizierten Zentrum sehen wir dabei als weiteren wichtigen Schritt für eine familienfreundliche Geburtshilfe – wie wir sie jetzt seit 30 Jahren leben“, blickt auch Dr. Claudia Kern als Chefärztin ausgehend von den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte auf die Zukunft der Geburtshilfe in Altona.

 

30 Jahre PNZ Altona – das große Jubiläumsfest:

Das Altonaer Kinderkrankenhaus, das Hebammenteam, das Zentrum für Präntalmedizin an der Elbe und die Asklepios Klinik Altona laden Sie ganz herzlich zu einem bunten Programm rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben ein. Nutzen Sie den Tag, um uns als Geburtsklinik kennenzulernen oder ihren Kindern zu zeigen, wo vielleicht alles angefangen hat. Egal ob im letzten Sommer oder vor mehreren Jahrzehnten.

Wann? 30.05.2026 | 11:00 – 17:00 Uhr
Wo? Perinatalzentrum Altona, Paul-Ehrlich-Straße 1, 22763 Hamburg

PROGRAMM-HIGHLIGHTS

Und noch mehr – alle Infos finden Sie hier.

 

 

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