Computertomographie zur effektiven Verletzungsdiagnostik

Die Computertomographie (oder kurz CT) ist ein computergestütztes Röntgenverfahren, mit dem sogenannte Querschnittbilder von verschiedenen Körperabschnitten erstellt werden können. Das ist zum Beispiel in der Notfallambulanz, bei inneren Erkrankungen oder Fehlbildungen wichtig, um exakte Diagnosen zu stellen. Das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) verfügt über den „IQon Spectral CT“ mit der modernsten Technologie, die derzeit verfügbar ist. Weltweit gibt es nur ein weiteres Kinderkrankenhaus (Phoenix Children´s Hospital, USA), das ebenfalls dieses CT der neuesten Generation besitzt. Die Untersuchung mit dem neuen Computertomographen dauert nur wenige Sekunden. In einem Scandurchlauf werden, bei geringstmöglichem Einsatz von Röntgenstrahlung, umfangreiche Bilddaten verschiedenster Art aufgezeichnet.

Wie funktioniert so ein CT genau?

Die Bilder im CT werden erzeugt, indem ein Röntgendetektor um deinen Körper kreist und von allen Seiten Bilder aufnimmt. Diese aufgezeichneten Daten werden dann computerbasiert berechnet und als Bild in 3-D-Optik am Bildschirm dargestellt.

Diese Schnittbilder sind übrigens der Grund für den Wortbestandteil „Tomographie“, der sich aus den griechischen Worten „tome“ für Schnitt und „graphein“ für schreiben ableitet. Diesen Begriff verwenden wir in der Medizin immer dann, wenn wir Deinen Körper scheibchenweise darstellen. Das kannst Du Dir vorstellen, als wenn Du zum Beispiel eine Gurke in viele dünne Scheiben schneidest und Dir dann das Innenleben anschaut – nur dass wir Deinen Körper natürlich heile lassen und die „Scheiben“ nur virtuell am Computer erzeugen.

Das klingt auf jeden Fall alles wahnsinnig kompliziert, oder? Viel wichtiger für Dich ist aber auch, wie eine CT-Untersuchung abläuft.

Wie das genau funktioniert, erfahrt Ihr im Video:

Und wie läuft die Untersuchung im CT ab?

Eine Untersuchung im Computertomographen dauert nur ein paar Sekunden. Für manche CT-Untersuchungen musst Du nüchtern sein, darfst also für eine gewisse Zeit vorher nichts gegessen und getrunken haben. Wenn das bei Dir der Fall ist, besprechen wir das aber natürlich vorher mit Dir und Deinen Eltern.

Zum Untersuchungstermin ziehst Du dann am besten bequeme Kleidung an. Metallische Gegenstände müssen draußen bleiben – Schlüssel, Piercing und Kleidung mit metallischen Anteilen wie Reißverschlüssen, Metallknöpfen oder Gürtelschnallen musst Du also in der Umkleide lassen. Das gilt übrigens auch für elektrische Geräte wie Handys oder Kameras.

Wenn Du fertig umgezogen bist, gehst Du in unseren CT-Raum. Die Tür müssen wir während der Untersuchung zumachen, Du kannst aber über eine Gegensprechanalage mit unseren Medizinisch-Technischen Radiologie Assistenten sprechen und sie durch ein großes Fenster auch sehen. Du bist also während der Untersuchung nicht alleine . Dann legst Du Dich auf den Untersuchungstisch am Gerät. Unsere Mitarbeiter erklären Dir, wie genau Du Dich hinlegen musst. Auch ein Kuscheltier kannst Du gern mitbringen – es darf aber kein Metall enthalten!

Für manche Untersuchungen bekommst Du ein so genanntes „Kontrastmittel“, das den Unterschied zwischen den zu untersuchenden Strukturen in Deinem Körper erhöht. Je nach Untersuchung bekommst Du das Kontrastmittel zum Trinken – hierfür kannst Du gern Deine Lieblingstrinkflasche / -becher mitbringen – oder in Form einer kleinen Spritze. Dann geben wir Dir aber ein Betäubungspflaster, so dass Du das Pieksen nicht wirklich spürst.

Bei uns im Altonaer Kinderkrankenhaus gibt es einen ganz neuen Computertomographen, er heißt „IQon Spectral“. Das Besondere an dem neuen CT-Gerät ist, dass bei einer Untersuchung ganz viele verschiedene Bilder auf einmal gemacht werden, denn der „IQon Spectral“ zeichnet auch sogenannte spektrale Bilddaten auf. Spektrale Bilddaten sind Daten, über unterschiedliche Spektren. Wenn man es mit einem Foto mit dem Handy vergleicht, dann sind die unterschiedlichen Spektren zum Beispiel Informationen über rote, grüne und blaue Lichtspektren. Beim Scan im Computertomographen sind die unterschiedlichen Spektren zum Beispiel Informationen über Knochendichte, Gewebestruktur und Blutgefäße. Weil der IQon Spectral mehrere Spektren gleichzeitig aufnimmt, können sich die Ärztinnen und Ärzte auch nach der Untersuchung noch Bilder mit verschiedenen Spektraldaten anzeigen lassen. Deswegen sind Mehrfachuntersuchungen nicht notwending.

Ist ein CT gefährlich?

Nein, ein CT-Gerät ist nicht gefährlich. Es ist aber auch kein Spielzeug, deswegen werden nur Kinder im CT untersucht, wenn es für die Diagnosestellung und die darauffolgende Behandlung zwingend erforderlich ist. Ob bei dir eine CT-Untersuchung gemacht werden soll, das entscheidet immer eine Fachärztin oder ein Facharzt, die sogenannten Radiologen.

Wie du schon weißt, ist die Computertomographie ein Röntgenverfahren. Die Strahlung bei einer CT-Untersuchung ist etwas höher als bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung derselben Körperregion, allerdings ist die Aussagekraft der in einer CT-Untersuchung erzeugten Bilder viel größer und wird somit relativiert. Im unserem neuen „IQon Spectral-CT“ liegt die Strahlenbelastung bei den Grundprotokollen (voreingestellte Standard-Untersuchungsabläufe) generell ungefähr 50 % unterhalb der Grenzwerte, die vom Bundesamt für Strahlenschutz für Kinder empfohlen werden und damit deutlich unter den Richtwerten.

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