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Sicher unterwegs zum Schulstart: Das ABC der Verkehrssicherheit

17.08.2026

Sicher unterwegs zum Schulstart: Das ABC der Verkehrssicherheit

Hamburg, 17.08.2026 – Mit Beginn des neuen Schuljahres steigt das Verkehrsaufkommen rund um Schulen wieder deutlich an. Insbesondere für Schulanfänger kann der neue Schulweg eine Herausforderung sein. Das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) gibt Tipps für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. 

„Zum Schulstart behandeln wir regelmäßig Kinder, die bei Verkehrsunfällen verletzt worden sind. Diese geschehen häufig, weil Kinder plötzlich zwischen parkenden Autos hervorlaufen oder Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen entwicklungsbedingt noch nicht richtig einschätzen können“, erklärt PD Dr. Dirk Sommerfeldt, Leitender Arzt der Kinderunfallchirurgie am AKK. Gründe dafür seien u.a., dass das Blickfeld von Kindern enger ist, ihr Gehör Geräusche noch nicht zuverlässig zuordnen kann und sie oft spontan reagieren. Wenn zum Beispiel ein Ball auf die Straße rollt oder sie Freunde entdecken, handeln Kinder oft impulsiv. Diese Besonderheiten und die Tatsache, dass das Gehirn sich diesbezüglich erst ab dem neunten bis zehnten Lebensjahr leistungsfähig an das Erwachsenengehirn annähert, machen Kinder laut PD Dr. Sommerfeldt im Straßenverkehr besonders verletzlich.

„Wir versorgen regelmäßig Frakturen an Armen und Beinen, Kopfverletzungen, Platzwunden oder Prellungen. Glücklicherweise verlaufen viele Unfälle glimpflich – doch immer wieder sehen wir auch schwere Verletzungen, die vermeidbar gewesen wären“, so PD Dr. Sommerfeldt. Hier sind nicht nur Verletzungen, die zu Fuß auf dem Schulweg passieren, sondern vor allem die in der Häufigkeit und Schwere zunehmenden E-Scooter-Folgeverletzungen bei Jugendlichen und die Fahrradspeichenverletzungen der Füße bei Kleinkindern zu erwähnen. (Damit Kinderfüße bei voller Fahrt nicht in die Speichen des Fahrrads der Eltern geraten, sollte ein ordentlicher Sitz ausgewählt werden, bei dem die Füße befestigt sind.)

Autofahrer sollten rund um Schulen, Bushaltestellen und Wohngebiete langsam fahren und jederzeit bremsbereit sein. Auch Eltern können viel dazu beitragen, das Unfallrisiko zu verringern. „Der sicherste Schulweg ist keinesfalls immer der kürzeste. Üben Sie den Weg mit Ihrem Kind mehrfach gemeinsam, sprechen Sie über Gefahrenstellen, lassen Sie dann aber auch in einem nächsten Schritt die Kinder den Schulweg aus der Ferne beobachtet selbst bewältigen und erklären Sie Ihrem Kind spielerisch, warum bestimmte Regeln wichtig sind. Kinder lernen vor allem durch Wiederholung und indem Erwachsene ein gutes Vorbild sind.“

Das ABC für einen sicheren Schulweg:

  • Aufmerksamkeit
    Kinder sollten nicht durch Smartphones, Spielzeuge oder Kopfhörer abgelenkt sein.
  • Begleiten
    Den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag mehrmals gemeinsam üben.
  • Clever wählen: 
    Den sichersten statt des kürzesten Weg wählen. Und gemeinsam mit dem Kind üben.
  • Druck nehmen: 
    Ausreichend Zeit für den Schulweg einplanen, damit Kinder nicht unter Zeitdruck geraten.
  • Erhöhte Sichtbarkeit: 
    Auf helle Kleidung und reflektierende Elemente an Schulranzen und Jacke achten.
  • Fußgängerregeln sowie Fahrrad- und E-Scooter-Regeln beachten: 
    Straßen ausschließlich an Ampeln, Zebrastreifen oder gut einsehbaren Stellen überqueren. Bei Fahrrad und E-Scooter zudem auf die Geschwindigkeit achten. 
  • Gemeinsame Regeln: 
    Eltern sollten Verkehrsregeln konsequent selbst einhalten – Kinder orientieren sich am Verhalten der Erwachsenen.

 „Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Wenn Eltern, Schulen und alle Verkehrsteilnehmenden aufmerksam handeln, können wir das Risiko schwerer Unfälle deutlich reduzieren“, so PD Dr. Sommerfeldt. 


 

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