Corona Schutzimpfung Kinder und Jugendliche

Unser Impfangebot gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ist abgeschlossen. Derzeit bieten wir keine Termine im Altonaer Kinderkrankenhaus an. Eine Übersicht aller verfügbaren Angebote gibt es hier: https://www.hamburg.de/corona-impfung

Wann ist eine Impfung gegen COVID-19 überhaupt sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Und wie wirksam ist die COVID-Impfung bei Kindern und Jugendlichen? Antworten auf diese und andere Fragen findest Du hier:

Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung bei Kindern ab 5 Jahren

Warum sollten Kinder geimpft werden?
Impfung für Kinder und Jugendliche

Zu Beginn konnten Kinder und Jugendliche in der Regel erst ab 12 Jahren durch eine Impfung geschützt werden. Durch die ergänzende Empfehlung der Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich dies später für alle Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen geändert. Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (z. B. Hochbetagte sowie Immunsupprimierte). Auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankung kann bei individuellem Wunsch eine Impfung nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Das Corona-Virus (SARS-CoV2) kann sowohl eine direkte, als auch eine indirekte Gefahr für Dich bedeuten. Zum einen geht es um die Infektion selber (direkt). Wie schlimm die sogenannten Primärerkrankungen (COVID-19) bei der sich sehr schnell verbreitenden Omikron-Variante werden, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Es zeigt sich allerdings, dass das Virus auch vor den Jüngeren nicht halt macht. Folgeerkrankungen, insbesondere das ernstzunehmende Pädiatrische Inflammatorische Multiorgan-Syndrom, kurz auch PIMS, müssen verhindert werden. Bei diesem Syndrom können mehrere Organe im Körper erkranken, beispielsweise können auch die Koronargefäße am Herzen mitbetroffen sein. Aber auch Einschränkungen des sozialen Lebens oder durch Schulschließungen wirken sich bei Euch Kindern und Jugendlichen indirekt aus.

Das Ziel der Impfung ist es, schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle zu verhindern. Besonders das Risiko einer Virus-Übertragung von Kindern auf Personen im Umfeld, die selbst oder nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können, soll vermindert werden.

Wie sicher ist die COVID-Impfung?

Nach allem, was bisher bekannt ist, sind die mRNA-Impfstoffe ausgesprochen sicher. Es kann kurzfristig zu lokalen (Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle) sowie systemischen Reaktionen (Schwäche, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden) bei Dir kommen. Diese Reaktionen treten nach der zweiten Impfdosis häufiger und heftiger auf. Diese Impfreaktionen sind aber im Regelfall von kurzer Dauer (1 - 3 Tage) und klingen folgenlos ab. Allergische Reaktionen auf den Impfstoff waren extrem selten. Darüber hinaus wurden sehr seltene Fälle einer Herzmuskelentzündung bei (meist männlichen) Jugendlichen berichtet, diese Fälle hatten jedoch einen unkomplizierten Verlauf. Umgekehrt weisen neue Untersuchungen darauf hin, dass Herzbeteiligungen durchaus auch bei COVID-19 auftreten. In der Schlussfolgerung kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko bei Ansteckung eindeutig überwiegen.

Wie wirksam ist die COVID-Impfung bei Kindern?

Der für Kinder zugelassene Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) hat in der Zulassungsstudie mit etwa 90 % eine sehr hohe Wirksamkeit (gemessen an der Menge der Antikörper gegen SARS-CoV-2) zur Verhinderung symptomatischer COVID-19-Erkrankungen bei 5- bis 11-jährigen Kindern. Bei 12- bis 17-Jährigen lag die Wirksamkeit in der Zulassungsstudie bei bis zu 100 %. Bei dem COVID-19-Impfstoff handelt es sich um eine niedriger dosierte Kinderformulierung, das heißt Zusammensetzung des Impfstoffs. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann mit dem Impfstoff das Risiko einer COVID-19-Erkrankung wirksam reduziert werden.

Kinder zwischen 5 und 11 Jahren können laut EMA-Zulassung und STIKO-Empfehlung mit 10 μg des mRNA-Impfstoffs, also mit 1/3 der Erwachsenendosis geimpft werden, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren mit 30 µg des mRNA-Impfstoffs. Der Impfstoff wird zur Grundimmunisierung zweimal im Abstand von 3 bis 6 Wochen verabreicht.

Der volle Impfschutz ist erst etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis zu erwarten. Für 5- bis 11-jährige Kinder mit Vorerkrankung ist nach frühestens 6 Monaten eine Auffrischimpfung empfohlen. Für Kinder und Jugendliche mit Immundefizienz ist eine Auffrischung im Abstand von mind. 3 Monaten zur Grundimmunisierung und nach weiteren 3 Monaten eine zweite Auffrischimpfung empfohlen. Eine Auffrischimpfung ist für 12 bis 17-Jährige in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach abgeschlossener Grundimmunisierung empfohlen.

Sollen sich Kinder, die von COVID-19 genesen sind, noch impfen lassen?

5- bis 11-jährige Kinder mit einer Vorerkrankungen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen eine Impfstoffdosis im Abstand von mindestens 3 Monaten zur SARS-CoV-2-Infektion erhalten. Kinder ohne Vorerkrankungen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollten in der Regel vorerst nicht geimpft werden. Bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern bzw. Sorgeberechtigten kann die einmalige COVID-19-Impfung auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankungen nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Müssen die Eltern bei der Impfung dabei sein?

Grundsätzlich impfen wir nur Kinder, die auch selbst geimpft werden wollen!

Kinder vom 5. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, die die Impfung wollen, impfen wir ausschließlich mit Einwilligung eines Elternteils, dies ist Teil der Fürsorgepflicht, die jeder Arzt hat. Das heißt konkret, ein Elternteil muss zu Deinem Impftermin mitkommen. In der Altersgruppe zwischen 14 und bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres entscheidet in der Regel die Einsichtsfähigkeit vor Ort. Sollte festgestellt werden, dass die Einsichtsfähigkeit nicht gegeben ist, würde anderenfalls die Impfdosis unter Umständen nicht zum Einsatz kommen. Dies soll unbedingt vermieden werden. Bei Impfungen ab 16 Jahren ist eine Zustimmung Deines Erziehungsberechtigten nicht mehr zwingend erforderlich. Auch hier ist natürlich die sogenannte Einsichtsfähigkeit entscheidend.

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