Corona Schutzimpfung Kinder und Jugendliche

Aktuell bieten wir im Altonaer Kinderkrankenhaus Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an. Doch wann ist eine Impfung gegen COVID-19 überhaupt sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Und wie kann man die Kinder und Jugendlichen im AKK anmelden? Antworten auf diese und andere Fragen findest Du hier:
 

Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren

Wie kann man sich zur Impfung im Altonaer Kinderkrankenhaus anmelden?

Jeden Freitagnachmittag bieten wir Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Impfungen im Altonaer Kinderkrankenhaus an. Je nach Verfügbarkeit können die Termine ausschließlich telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de gebucht werden. Die Impfungen finden in den Räumen des Medizinischen Versorgungszentrums am Altonaer Kinderkrankenhaus (MVZ), Bleickenallee 38, nur nach intensiver, ärztlicher Aufklärung statt.

Warum sollten Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat mittlerweile die Empfehlung gegeben, Kinder und Jugendliche generell ab 12 Jahren zu impfen. Das Corona-Virus (SARS-CoV2) kann sowohl eine direkte, als auch eine indirekte Gefahr für Dich bedeuten. Zum einen geht es um die Infektion selber (direkt). Wie schlimm die sogenannten Primärerkrankungen (COVID-19) bei der sich sehr schnell verbreitenden Delta-Variante werden, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Es zeigt sich allerdings schon jetzt, dass die Infizierten immer jünger werden. Folgeerkrankungen, insbesondere das ernstzunehmende Pädiatrische Inflammatorische Multiorgan-Syndrom, kurz auch PIMS, müssen verhindert werden. Bei diesem Syndrom können mehrere Organe im Körper erkranken, beispielsweise können auch die Koronargefäße am Herzen mitbetroffen sein. Aber auch Einschränkungen des sozialen Lebens oder durch Schulschließungen wirken sich bei Euch Kindern und Jugendlichen indirekt aus. Bislang konntet Ihr in der Regel noch nicht durch eine Impfung geschützt werden. Dies hat sich nun durch die aktualisierte Empfehlung der STIKO für alle ab 12 Jahren geändert.

Wie sicher ist die COVID-Impfung?

Nach allem, was bisher bekannt ist, sind die mRNA-Impfstoffe ausgesprochen sicher. Es kann kurzfristig zu lokalen (Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle) sowie systemischen Reaktionen (Schwäche, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden) bei Dir kommen. Diese Reaktionen treten nach der zweiten Impfdosis häufiger und heftiger auf. Diese Impfreaktionen sind aber im Regelfall von kurzer Dauer (1 - 3 Tage) und klingen folgenlos ab. Allergische Reaktionen auf den Impfstoff waren extrem selten. Darüber hinaus wurden sehr seltene Fälle einer Herzmuskelentzündung bei (meist männlichen) Jugendlichen berichtet, diese Fälle hatten jedoch einen unkomplizierten Verlauf. Umgekehrt weisen neue Untersuchungen darauf hin, dass Herzbeteiligungen durchaus auch bei COVID-19 auftreten. In der Schlussfolgerung kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko bei Ansteckung eindeutig überwiegen und hat (insbesondere auch nach Analyse der weltweiten Daten in dieser Altersgruppe) nun eine generelle Empfehlung zur Impfung für alle 12-17 Jährigen ausgesprochen.

Wie wirksam ist die COVID-Impfung bei Kindern ab 12 Jahren?

Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten die COVID-19-mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) eine hohe Wirksamkeit von etwa 95%.  Bei Euch Kindern und Jugendlichen waren in der Zulassungsstudie die Ergebnisse sogar noch besser: das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, sank durch die Impfung deutlich (um 100%). Wie lange der Impfschutz anhält, kann momentan noch nicht abschließend beantwortet werden.

Wie läuft die Impfung ab?

Vor dem Impftermin werden Euch die Informationsmaterialien ausgehändigt. Dazu gehören u. a. ein ausführliches Aufklärungsmerkblatt für den Impfstoff, der für die Impfung vorgesehen ist, sowie eine Einwilligungserklärung. Beim ärztlichen Aufklärungsgespräch wirst Du in der Regel zusammen mit einem Elternteil über die Impfung als auch mögliche Nebenwirkungen und Risiken noch einmal aufgeklärt. Solltet Ihr weitergehende Fragen haben, könnt Ihr diese im Gespräch thematisieren.

Nachdem in die Impfung eingewilligt wurde, erfolgt die Impfung durch das Gesundheitspersonal. Die Nachbeobachtungszeit von 15 Minuten (bis 30 Minuten bei bestimmten Risikopersonen) nach der Impfung dient Deiner Sicherheit. Medizinisches Personal achtet dabei darauf, ob (selten auftretende) allergische Reaktionen zu beobachten sind.

Müssen die Eltern bei der Impfung dabei sein?

Grundsätzlich impfen wir nur Kinder und Jugendliche, die auch selbst geimpft werden wollen!

Kinder vom 12. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, die die Impfung wollen, impfen wir ausschließlich mit Einwilligung eines Elternteils, dies ist Teil der Fürsorgepflicht, die jeder Arzt hat. Das heißt konkret, ein Elternteil muss zu Deinem Impftermin mitkommen.

In der Altersgruppe zwischen 14 und bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres entscheidet in der Regel Deine Einsichtsfähigkeit. Da dies bei Dir aber erst vor Ort entschieden werden kann, muss bei uns im Fall der Corona-Schutzimpfung ein Elternteil anwesend sein. Sollte festgestellt werden, dass die Einsichtsfähigkeit nicht gegeben ist, würde anderenfalls die Impfdosis unter Umständen nicht zum Einsatz kommen. Dies soll unbedingt vermieden werden.

Bei Impfungen ab 16 Jahren ist eine Zustimmung Deines Erziehungsberechtigten nicht mehr zwingend erforderlich. Auch hier ist natürlich die sogenannte Einsichtsfähigkeit entscheidend. Wenn Deine Eltern nicht mit dabei sind, werden wir allerdings abfragen, wie diese zu der Impfung stehen. Sollten sie im Einzelfall dagegen sein, werden wir versuchen, sie mit ins Boot zu holen, um weitere Konflikte zu vermeiden.

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?

Wer einen Termin erfolgreich vereinbart hat, bringt bitte ausgefüllt den Aufklärungsbogen und die Einwilligung für den Impfstoff sowie die Einwilligungserklärung zur Datenübergabe an die Behörde sowie den Personalausweis und Impfpass mit.

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