Das Altonaer Kinderkrankenhaus blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück – hier haben wir die mehr als 150 Jahre kurz für Sie zusammengefasst.

Am 24. Mai 1859 wurde in der Großen Wilhelminenstraße 11 in einem gemieteten Gebäude das Altonaer Kinderkrankenhaus damals noch als Kinderhospital mit sechs Betten eröffnet. Erst in dem großzügigen Neubau in der Tresckowallee, der heutigen Bleickenallee, fand unser Kinderkrankenhaus 1914 eine Stätte, die den medizinischen und pflegerischen Erfordernissen und der Bedeutung des Hauses für die Säuglings- und Kinderfürsorge entsprach.

Ohne das Engagement des Arztes Dr. Bernhard Grüneberg, der von 1888 – 1934 Leiter des Krankenhauses war, wäre dieser Weg kaum möglich gewesen. Dr. Grüneberg gehört zweifellos zu den großen "Altonaern" seiner Zeit, als Arzt, Bürger und Mensch. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem das Krankenhaus auch als Lazarett diente, geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten. Die unvermeidbar scheinende Verstaatlichung des Altonaer Kinderkrankenhauses von 1859 e. V. konnte jedoch durch Spenden engagierter Bürger vermieden werden. Der Bürgermeister Max Brauer der damals selbständigen preußischen Stadt Altona und Senator August Kirch gehörten dem Vorstand an und ermöglichten durch die Beschaffung der notwendigen Gelder den dringend erforderlichen Bau des Infektionshauses mit 102 Betten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1946, schien erneut die Verstaatlichung unabwendbar. Wieder waren es Altonaer Bürger, unter ihnen auch August Kirch, die sich tatkräftig und erfolgreich für die Selbständigkeit des Kinderkrankenhauses einsetzten. Begann das Hospital zunächst mit wenigem ehrenamtlich tätigem Personal, so sind heute rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Am Anfang gab es sechs Betten – heute sind es 231.
1888 wurden 173, 1931 wurden 963, 1945 wurden 3.115 und 1958 wurden 5.000 Patienten im AKK betreut. Heute werden im Jahr ca. 12.000 Patienten stationär und ca. 40.000 ambulant behandelt.

Aufgrund der sich verschärfenden wirtschaftlichen Randbedingungen im Jahr 2003 war das Altonaer Kinderkrankenhaus in seiner Existenz gefährdet.

Und so bot sich für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die strategische Chance, über eine Zusammenarbeit mit dem AKK seine Position im Bereich Kindermedizin auszubauen.

Vor diesem Hintergrund wurde die AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH gegründet, deren Gesellschaftszweck im Betreiben des Altonaer Kinderkrankenhauses besteht. An der AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH ist das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zu 94 % und der Verein Altonaer Kinderkrankenhaus von 1859 e.V. zu 6 % beteiligt.

Im Januar 2004 nahm die AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH die aktiven Geschäfte auf. Grundlage hierzu ist der mit dem Altonaer Kinderkrankenhaus von 1859 e. V. geschlossene Betriebsführungsvertrag, der dem UKE die Möglichkeit eröffnete, innerhalb von 5 Jahren das AKK zu übernehmen.

Nach einem Verlust von fast 1,7 Mio. Euro im Jahr 2003 konnte bereits im Jahr 2004 sowie im Jahr 2005 ein positives Ergebnis erreicht werden.

Auf der Basis dieser erfreulichen und nachhaltigen Entwicklung wurde bereits am 01.07.2005 beschlossen, das AKK zu übernehmen und als eigenständige Klinik unter dem Dach des UKE weiterzuführen.

Noch heute gilt für unser Haus gemäß unserer Satzung:
"Im Geiste menschlicher Nächstenliebe der durch Krankheit leidenden Menschheit, vorbeugend und abhelfend zu dienen ohne Unterschied der Person, Konfession, Weltanschauung oder Rasse", dass "Fürsorge und Erfahrung" Grundlage der Arbeit für die kranken Kinder und die freigemeinnützige Trägerschaft des Vereins sind, wenngleich unter veränderten Bedingungen und in unverzichtbarer Kooperation mit den Krankenversicherungen und dem Staat.

Infobox für Kids

Hey, wusstest Du, dass das Altonaer Kinderkrankenhaus schon über 150 Jahre alt ist und nicht von Anfang an in Bleickenallee stand? Im Jahre 1859 gab es nur sechs Betten für Kinder, die lange behandelt werden mussten. Heute können wir Euch 231 Betten anbieten, wenn Ihr stationär aufgenommen werden müsst.

 

 

Das AKK damals und heute

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