Verletzungen am Unterschenkel

(Elterninformation der Abteilung für Kinderunfallchirurgie)

Eine häufigere Verletzung im Lauflernalter sind die isolierten Schienbeinbrüche, die entstehen, wenn die Kinder über ihre eigenen Füße stolpern. Das Kind mag danach einfach nicht mehr auftreten und die Diagnose wird oft verspätet gestellt.

In den meisten Fällen kann hier glücklicherweise die Behandlung konservativ, also durch Ruhigstellung in einem Kunststoffgips für mehrere Wochen, erfolgen.
Je älter die Kinder oder Jugendlichen werden, umso häufiger treten dann aber auch Bruchformen auf, die eine operative Therapie erforderlich machen.
Dies gilt vor allem dann, wenn sich die Fraktur in der Nähe der Wachstumszone befindet oder diese sogar mitverletzt ist.

Die operativen Verfahren zielen auf eine anatomische, also vollständige Wiederherstellung der Gelenkflächen und der Wachsstumszonen ab, um dem Entstehen eines posttraumatischen Gelenkverschleisses (Arthrose) oder einer Wachstumsstörung vorzubeugen.
Zum Einsatz kommen in diesen Fällen meistens einzelne Schrauben oder Drähte, die in der Regel früh, meistens nach 6–8 Wochen, beim Einsatz von Federnägeln nach 6–8 Monaten, wieder – in der Regel ambulant - entfernt werden können.


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