Handverletzungen
(Elterninformation der Abteilung für Kinderunfallchirurgie)
Kinder verletzen sich häufig an der Hand. Da die Hand ein sehr komplexes Organ mit zahlreichen Sehnen, Nerven, Blutgefässen und kleinen Knochen ist und vor allem kleine Kinder sich noch nicht gut artikulieren können, ist eine genaue Untersuchung und besondere Erfahrung bei der Versorgung erforderlich.
Sehnenverletzungen werden zunächst oft übersehen, ebenso Nervenverletzungen im Bereich der Finger nach Schnitt- und Quetschwunden. Am besten lassen sich solche Verletzungen jedoch primär, also im Rahmen der ersten Wundversorgung, operieren, da hier die ursprüngliche Anatomie noch weitestgehend erhalten ist. Es ist deshalb immer sinnvoll, beim Verdacht auf eine Gefäß-, Sehnen- oder Nervenverletzung im Bereich der Hand sofort eine Klinik aufzusuchen, die Erfahrung mit der Behandlung solcher Verletzungen hat.
Wenn diese Handverletzungen dann mithilfe von besonders feinen Instrumenten und unter Zuhilfenahme eines Operationsmikroskops oder einer Lupenbrille versorgt sind, ist die Prognose für eine vollständige Wiederherstellung bei fachgerechter Weiterbehandlung im allgemeinen deutlich günstiger als bei Erwachsenen.
Dies liegt an der besseren Geweberegenerationsfähigkeit des Kindes sowie der problemloseren Wiedererlangung der Fingerbeweglichkeit auch nach längerer Ruhigstellung im Kindesalter.
